einfach.wöchentlich #62

Posted on Mai 20, 2018

Komfortzone 

Veränderung passiert außerhalb unserer Komfortzone. Das gilt sowohl für positive als auch negative Veränderungen. Heute berichte ich über positive Veränderungen die passieren, wenn man sich aus seiner eigenen Komfortzone hinausbewegt.

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit bei einer Innovationsveranstaltung ein Projekt zu präsentieren. Insgesamt wurden dabei elf Projekte den Führungskräften eines Konzerns vorgestellt. In einem sogenannten Pitch hatte jede und jeder Vortragende dafür drei Minuten Zeit. Am Ende wurde dann das interessanteste Projekt per Voting ausgezeichnet.

Einfach ja sagen
Die Vorbereitungen für diesen Pitch begannen bereits vor zirka zwei Monaten als ich gefragt wurde, ob ich diese Präsentation halten möchte. Ich habe einfach ja gesagt, ohne noch genau zu wissen, worauf ich mich da einlasse. Das war der erste kleine Schritt aus meiner Komfortzone. Vielleicht habe ich mich in diesem Moment an das Zitat von Richard Branson „screw it, let’s do it!“ erinnert.

Einfach vorbereitet sein
Mit einfach nur ja sagen ist es aber nicht getan. Sich danach an die Arbeit machen und mit den Vorbereitungen beginnen ist unumgänglich. Selbst wenn man noch keinen genauen Plan hat wie man sein Versprechen einhalten möchte bringt jeder kleine Schritt vorwärts mehr Klarheit und Sicherheit. Paradoxer Weise erkennt man diese Sicherheit erst dann wenn man das Versprechen wirklich einlöst. In meinem Fall war es die Präsentation vor Publikum.

Einfach üben
Das gute an Präsentationen ist, dass man sie jederzeit üben kann. Alleine daheim vor dem Computer auf dem die Folien angezeigt werden oder vor anderen Personen im privaten oder beruflichen Umfeld. Hilfreich war ein Training an dem ich in der Vorbereitungszeit teilnehmen konnte, das genau auf die Besonderheiten eines Pitches einging. Es ist faszinierend, wie lang aber auch kurz drei Minuten sein können. Nun ist es ja meine Kernkompetenz die Dinge einfach auf den Punkt zu bringen und ich habe auch schon einige Präsentationen gehalten, auch vor größerem Publikum, aber diese Einschränkung auf drei Minuten war etwas Neues. Ein weiterer Schritt aus meiner Komfortzone.

Einfach tun
Nach den Proben hatte ich die Gewissheit, meine Geschichte in den drei Minuten unterzubringen. In den Minuten vor meiner Präsentation war ich angespannt und fokussiert aber erstaunlicher Weise ruhig. Steht man dann auf der Bühne, läuft dann zumeist alles automatisch ab und in manchen Momenten empfand ich es sogar als cool. Das so eine Präsentation reine Kopfsache ist, habe ich leider erst am Tag danach in einem Video  (siehe unterhalb) von Simon Sinek bestätigt gefunden. Er erklärt darin den mentalen Unterscheid zwischen nervös und aufgeregt sein.

Einfach mehr Komfortzone
Die meiste Zeit verbringen wir in unserer Komfortzone. Es macht unser privates wie berufliches Leben aber einfach angenehmer, wenn wir stückchenweise unsere Komfortzone vergrößern. Wir wachsen persönlich und sind so in der Lage mit neuen Herausforderungen besser umzugehen. Das gibt uns die Möglichkeit Dinge zu verändern und andere Menschen dabei zu unterstützen sich ebenfalls zu wachsen.

Einfach Neues wagen
Sich aus der eigenen Komfortzone zu wagen muß nicht bedeuten einen Fallschirmsprung oder Schlangenstreicheln zu probieren sondern lässt sich mit Kleinigkeiten üben. Einfach beim nächsten Restaurantbesuch nicht das Übliche bestellen sondern etwas anderes ausprobieren. Mehr als das es Ihnen nicht schmeckt und Sie etwas anderes bestellen, kann nicht passieren.

Denkanstößiges für die bevorstehende Woche:

  • Wann haben Sie zuletzt Ihre Komfortzone verlassen?
  • War es danach ein gutes Gefühl es gemeistert zu haben?
  • Werden Sie beim nächsten Mal mehr nervös oder mehr aufgeregt sein?
Ihnen einfach eine gute Woche,
Alexander M. Schmid

Der Vereinfacher

P.S.: Mein Pitch wurde unter die ersten drei gewählt.