Daten erfassen – Informationen nutzen – Wissen teilen

November 29, 2020 Alexander M. Schmid

Digitalisierungsgebot #8

Daten erfassen. Informationen teilen. Wissen nutzen.
Diese Dreifaltigkeit der Digitalisierung beschreibt den Zyklus wie man im digitalen Zeitalter Daten, Informationen und Wissen nutzbar macht.

Daten erfassen

Daten sind das neue Öl. Diese Metapher geistert bereits seit einigen Jahren durch diverse Artikel und Bücher. Sie ist solange gerechtfertigt, so lange „das neue Öl“ nicht für die gleichen Folgeschäden verantwortlich ist wie das Naturprodukt Öl. Das beginnt bei der Förderung, geht über den Transport bis hin zur Nutzung in Form von Verbrennung. Das Daten fördern ist teilweise zurecht in Misskredit geraten, weil die Fördermethoden nicht transparent genug waren. Jedes noch so kleine Verhalten im digitalen Raum wurde aufgezeichnet und verkauft. Teilweise in Rohform ohne jeglichen Kontext, teils vermischt mit anderen Quellen mit einem konstruierten Kontext der so gar nicht der Realität entsprach. Vor allem aber sehr oft ohne Wissen und Zustimmung von jenen, die diese Daten produzieren: uns Menschen. Es sind sowohl wir selbst gefordert, verstärkt darauf zu achten, welche Daten wir produzieren und wissentlich preis geben wollen, als auch jene die diese Daten sammeln und verhältnismäßig nutzen.

Informationen teilen

Informationen sind Daten die in einen definierten Kontext gesetzt wurden. Deshalb sind sie auch sehr hilfreich und können Sie dabei unterstützen Entscheidungen zu treffen. Je mehr Informationen zur Verfügung stehen und je sorgfältiger diese aufbereitet wurden, umso belastbarer sind sie als Entscheidungsgrundlage. Einen weiteren Mehrwert erzielen Sie, wenn diese Informationen nicht nur von einer geringen Anzahl an Menschen verwendet werden können. Besonders innerbetriebliche Transparenz und Zugang zu solchen Informationen ermöglicht viel eher das Aufzeigen von Potenzial für Verbesserungen sowie das raschere Reagieren in Problemsituationen. Das Silodenken ist veraltet und ein immer größer werdender Hemmschuh für Weiterentwicklung und Innovation. Noch größer ist der Mehrwert, wenn auch Kunden Zugang zu diesen Informationen bekommen. Denken Sie dabei an den Sendungsverlauf einer Paketsendung. Durch diese automatisierten Updates ersparen sie sich und ihren Kunden viele Telefonate in denen es um die geplante Zustellung geht. Manche produzierenden Unternehmen gehen sogar noch einen Schritt weiter und lassen ihre Kunden einsehen, welchen Produktionsschritt ihre bestellte Ware gerade durchläuft.

Wissen nutzen

Nach einiger Zeit des Daten erfassen und Informationen teilen, stellt sich die Frage, was man mit den hoffentlich gewonnenen Erkenntnissen anfängt. Überall wo Menschen an etwas und miteinander arbeiten, kristallisieren sich optimale Mittel und Wege heraus. Mit Hilfe der Daten und Informationen sind sie nun in der Lage, dieses Optimum zu hinterfragen und neue Denkanstöße zu setzen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn sich die Umgebung oder/und die Anforderungen verändern und darauf reagiert werden muss. Die fortwährende Optimierung und Verbesserung bezieht sich einerseits auf Ihre innerbetrieblichen Abläufe und andererseits auf Ihre Kunden, respektive die unterschiedlichen Kundensegmente bzw. neuen Anwendungsgebiete. Ebenso relevant ist Wissen aus branchenfremden Quellen. Umweltmaßnahmen, demographischer Wandel, neue gesellschaftskulturelle Strömungen, Werteverschiebungen und dergleichen mehr.

Das passende Mindset

Als umfassende Klammer über diese Dreifaltigkeit macht es sich bezahlt, das passende Mindset zu entwickeln. Beginnend im eigenen Unternehmen bei und mit den MitarbeiterInnen. Es muss die notwendige Sensibilität entwickelt werden, dass aus Daten Informationen und daraus Wissen generiert werden kann. Dieses ist dann für alle im Unternehmen hilfreich und dient nicht dazu, mögliche Missstände nur mit Fingerzeigen zu ahnden ohne daraus zu lernen. Im Gegenteil. Interesse und Wachsamkeit für neue Erkenntnisse muss gefordert und gefördert werden. Die technischen Mittel dazu waren noch nie so gut wie jetzt. Es liegt an Ihnen diese Mittel und Werkzeuge auch zu nutzen.

Bis zum nächsten Mal,

Alexander M. Schmid
Der Vereinfacher

Macht Digitales einfach.

 

, , ,