einfach.wöchentlich #44

Posted on 14. Januar 2018

Einstellung

Erinnern Sie sich noch an das alte Röhrenradio der Großeltern? Jenes technische Wunderwerk in einem hölzernen Gehäuse mit sepia-farbigen Anzeige und den zwei großen Drehknöpfen – einen für die Lautstärke und einen für die Sendereinstellung? Letzterer war besonders heikel. Mit gefühlt mikroskopisch kleinen Drehbewegungen nach Links oder Rechts hat man über ein Gummiband im Inneren des Gehäuses den Regler bedient und den jeweiligen Sender gesucht. Oft eine nicht so leichte Angelegenheit da zusätzlich noch die Position und Ausrichtung der Zimmerantenne eine Wissenschaft war. Hat man beides geschafft, wurde man mit einem warmen Klang belohnt und konnte dem damals beinahe werbefreien Radioprogramm lauschen.

Auch heute ist die Einstellung eine wichtige Sache. Der Vorgang am Radio wird zwar technisch unterstützt, aber mit der enorm gestiegenen Anzahl an Sendern ist die Bandbreite in der ein Sender klar zu empfangen ist immer kleiner und muß für klares Verstehen exakt getroffen werden.

Sich aufeinander einstellen
In der zwischenmenschlichen Kommunikation verhält es sich genauso. Ohne die genaue Einstellung kein richtiger Empfang und verwirrende, verrauschte Informationen die beim Empfänger ankommen. Gehen vom Sender bereits verrauschte Informationen aus, wird es beim Empfänger nie besser und klarer ankommen. Sender UND Empfänger müssen richtig aufeinander eingestellt sein um klar miteinander kommunizieren zu können.

Im Rundfunk wird das durch eine klare Regelung und Zuteilung von Frequenzen geregelt die nicht einfach so verändert werden können. Nur sehr selten werden die Frequenzen Ihres Stammradiosenders verändert. Sie selbst tun auch gut daran Ihre eigene Frequenz nicht zu verändert um noch empfangen zu werden.

Diese Konstanz macht sich über die Zeit bezahlt und hilft Kommunikationspannen zu vermeiden. Besonders in Zeiten der Veränderung – de facto haben wir gar keine andere Zeit mehr – ist auf eine abgestimmte Einstellung großen Wert zu legen. Ohne sie wir eine konstruktive Zusammenarbeit unmöglich. Das gilt übrigens für beide Seiten – Sender und Empfänger, zumal sich die Rollen wechselweise laufend umkehren. Der Sender wird zum Empfänger und der Empfänger zum Sender.

Feinjustierung
Gerade am Jahresbeginn werden gerne neue Projekte gestartet und die Beteiligten und Betroffenen werden viel neuer Kommunikation ausgesetzt. Manchmal kommt es zu Überlagerungen und Problemen, diese Menge an Input gedanklich zu sortieren und zu verarbeiten. Mit einer abgestimmten Einstellung wird es um vieles einfacher,  weiter klar verstanden zu werden und auch auf dem Rückkanal klare Botschaften zu erhalten.

Denkanstößiges für die bevorstehende Woche

  • Worauf sollen sich Ihre EmpfängerInnen einstellen?
  • Was tun Sie um diese Einstellung auch selbst beizubehalten?
  • Welche Art der Kommunikation wählen Sie um rauschfrei zu kommunizieren?

Ihnen einfach eine gute Woche,

Alexander M. Schmid
Der Vereinfacher